
1. Einleitung
Die klassische Geometrie hat die entscheidende Figur nie benannt — und deshalb die Quadratur nie gefunden
Die euklidische Geometrie ist reich an Begriffen, aber arm an Begriffen für jene Teilflächen, die entstehen, wenn man Figuren gegeneinander dreht. Die Dreiecksfläche, die erscheint, wenn ein Quadrat um 45° über einem anderen liegt, ist geometrisch eindeutig, aber terminologisch unsichtbar.
Diese Unsichtbarkeit ist kein Zufall. Sie ist ein Symptom dafür, dass die klassische Geometrie bestimmte Lagebeziehungen nie untersucht hat. Sie hat die Figur gesehen, aber nicht als Objekt begriffen. Sie hat sie gezeichnet, aber nicht analysiert.
Die Quadratur des Kreises wurde deshalb nie geometrisch gelöst, weil die Geometrie nie dort gesucht hat, wo die Lösung liegt: im Kreis selbst.
Die klassische Mathematik hat π untersucht, nicht den Kreis. Sie hat die Fläche numerisch zerlegt, statt geometrisch transformiert. Sie hat die Quadratur zu einem arithmetischen Problem erklärt und damit die geometrische Lösung ausgeschlossen, bevor sie überhaupt gesucht wurde.
Die hier vorgelegte Konstruktion zeigt, dass die Quadratur des Kreises geometrisch möglich ist, wenn man die radialen Beziehungen des Kreises nutzt. Die entscheidende Strecke entsteht nicht durch Dreiecksgeometrie, sondern durch eine radiale Projektion, die der Kreis selbst vorgibt.
Die fehlende Benennung der Dreiecksfläche ist ein Hinweis darauf, dass die Geometrie diese Beziehung nie gesehen hat. Die Konstruktion zeigt, dass die Quadratur nicht durch π entsteht, sondern durch den Kreis.
Geometrisch ist die Quadratur damit erreicht. Arithmetisch wäre nur noch zu zeigen, dass die konstruierte Strecke exakt r√π ist — doch diese Frage betrifft die Definition des Beweisbegriffs, nicht die Konstruktion.

Invarianz:
Der in der Grafik spitze Winkel der roten ansteigenden Linie, also an Eckpunkt D und zugleich der eingekreisten 9 ist in jeder Konstruktion der Variante II dieser gleichbleibender Winkel gegeben. Siehe
Weil diese Konstruktions-Beziehungen stets gelten, bleibt der Winkel immer gerundet
DOI: 10.5281/zenodo.22832121;
neue Version:
https://doi.org/10.5281/zenodo.22898761
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Hinzugefügt am 19. September 2026:

analysiert, konstruiert und textliche Ausführungen von Elisabeth Becker-Schmollmann
(unabhängige interdisziplinäre Forschung)