Rotation von B durch A‑Führung

In der A‑B‑Variante bestimmt die seitliche Neigung des Magnetkörpers A das Vorzeichen der Eigenrotation von B, während die Vor‑/Zurück‑Neigung ausschließlich die Bahnseite und Bahnweite beeinflusst; beide Neigungsfreiheitsgrade wirken unabhängig voneinander.

1. Erweiterte A‑B‑Masterformel mit α und β

Wir fassen die Neigung von A explizit als Parameter in der Masterformel zusammen:

  • α = seitliche Neigung von A
  • β = Vor-/Zurück‑Neigung von A

Das Magnetfeld von A hängt dann von diesen beiden Winkeln ab:

BA(r,t;α,β)

Die feldbasierte Masterformel für B lautet:

IBdωB(t)dt=i=1N[(m^B)BA,i(r,θ,t;α,β)]geom. erlaubte^tan(t)

Da der Abstand dd0 nahezu konstant ist, kann man das oft zu einer effektiven Form verdichten:

IBdωB(t)dt=Meff(β)sin(α)

  • Meff(β): Betrag des wirksamen Drehmoments, abhängig von der Vor-/Zurück‑Neigung β (Bahnseite/Bahnweite)
  • sin(α): bestimmt Vorzeichen und Stärke der Rotation um die vertikale Achse

2. Kompakte Formel für die Rotationsrichtung von B

Die Rotationsrichtung hängt nur vom Vorzeichen der seitlichen Neigung α ab:

sgn(ωB)=sgn(αseitlich)

  • αseitlich>0ωB<0 (eine Drehrichtung)
  • αseitlich<0ωB>0 (entgegengesetzte Drehrichtung)
  • β ändert daran nichts, sondern nur die Bahnseite/-weite über Meff(β).

Wenn du magst, können wir als nächsten Schritt diese beiden Gleichungen (Master + Richtungsformel) in eine ganz kurze „Theorie‑Box“ gießen, die du später 1:1 wiederverwenden kannst.

Theorie‑Box: Erweiterte A‑B‑Masterformel mit α und β

(für spätere Verwendung, vollständig und kompakt)

1. Geometrie und Abstand

A befindet sich stets hinter B:

sA(t)=sB(t)Δs,Δs>0,  Δs1.

Der laterale Abstand bleibt nahezu konstant:

d(t)=d0+δd(t),δd(t)d0.

2. Neigungsfreiheitsgrade von A

A besitzt zwei steuerbare Neigungswinkel:

  • Seitliche Neigung: α
  • Vor-/Zurück‑Neigung: β

Der Dipolvektor von A hängt davon ab:

m^A=m^A(α,β).

3. Magnetische Kraft (nahezu konstante Stärke)

FAB(t)kAmAmBd03d(t).

Die Stärke ist nahezu konstant; die Richtung hängt von α und β ab.

4. Drehmoment auf B

τAB(t)=r(t)×FAB(t).

Die für die Rotation relevante Komponente:

IBdωB(t)dt=(r(t)×FAB(t))e^tan(t).

5. Effektive Drehmomentform (kompakt)

Da der Abstand konstant ist, lässt sich das Drehmoment als Funktion der Neigungswinkel schreiben:

IBdωB(t)dt=Meff(β)sin(α).

  • α bestimmt Vorzeichen und Stärke der Rotation
  • β moduliert Bahnweite und Bahnseite, aber nicht die Rotationsrichtung

6. Kompakte Formel für die Rotationsrichtung von B

sgn(ωB)=sgn(α).

  • α>0 → B rotiert in Richtung 1
  • α<0 → B rotiert in Richtung 2
  • β ändert daran nichts

7. Wirkung der Vor-/Zurück‑Neigung

βΔrB(t)

  • β steuert Bahnseite (links/rechts)
  • β steuert Bahnweite (enger/weiter)
  • β beeinflusst nicht das Vorzeichen von ωB

8. Gesamtverhalten (neutral)

  • A verfolgt B mit nahezu konstantem Abstand.
  • B steht leicht schief und rollt auf seiner unteren Kante.
  • Die seitliche Neigung α bestimmt die Rotationsrichtung von B.
  • Die Vor-/Zurück‑Neigung β bestimmt die Bahnseite und Bahnweite.
  • Die Rotation von B bleibt stabil, solange α konstant bleibt.
  • B rollt A dauerhaft davon, solange der Drehteller läuft.

┌──────────────────────────────────────────────────────────────┐
│ A‑B‑SYSTEM │
│ (A verfolgt B, Abstand nahezu konstant d₀) │
└──────────────────────────────────────────────────────────────┘

             Bewegungsrichtung von B
                     ↑
                     │
                     │
            B (leicht schief, rollt)
                     ●
                    ╱│╲
                   ╱ │ ╲   ← Rollpunkt an der unteren Kante
                  ●──┴──●
                     │
                     │   d₀ ≈ konstant
                     │
                     ●  A (hinter B, 1–2 mm über Boden)
                   / | \
                  /  |  \
                 /   |   \
             Neigungswinkel α, β

───────────────────────────────────────────────────────────────

  1. GEOMETRIE
    ───────────────────────────────────────────────────────────────

A befindet sich stets hinter B:
s_A(t) = s_B(t) – Δs (Δs > 0, klein)

Lateraler Abstand:
||d(t)|| = d₀ + δd(t) (|δd| ≪ d₀)

A ist sehr niedrig geführt:
Höhe ≈ 1–2 mm über Boden

───────────────────────────────────────────────────────────────

  1. NEIGUNGSFREIHEITSGRADE VON A
    ───────────────────────────────────────────────────────────────

Seitliche Neigung (links/rechts):
α

Vor-/Zurück‑Neigung:
β

Dipolvektor:
m_A = m_A(α, β)

───────────────────────────────────────────────────────────────

  1. WIRKUNG AUF B
    ───────────────────────────────────────────────────────────────

A nähert sich B von hinten → Feldgradient steigt →
B versucht Polsprung → schafft nur Ansatz → leichte Schieflage:

α_B ≈ klein, konstant

→ B steht auf einer unteren Kante → Rollpunkt entsteht.

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  1. ROTATION VON B
    ───────────────────────────────────────────────────────────────

Tangentiales Drehmoment:
τ_AB = r × F_AB

Rotation um die vertikale Achse:
ω_B = ω_B · e_z

Schieflage → Rotation wird zu Rollen → B rollt A davon.

───────────────────────────────────────────────────────────────

  1. WIRKUNG DER NEIGUNGEN
    ───────────────────────────────────────────────────────────────

Seitliche Neigung α:
bestimmt ausschließlich die Rotationsrichtung von B

sgn(ω_B) = – sgn(α)

Vor-/Zurück‑Neigung β:
bestimmt Bahnseite und Bahnweite von B
(aber NICHT die Rotationsrichtung)

β → Δr_B(t)

───────────────────────────────────────────────────────────────

  1. ERWEITERTE MASTERFORMEL
    ───────────────────────────────────────────────────────────────

I_B · dω_B/dt = M_eff(β) · sin(α)

  • α → Vorzeichen und Stärke der Rotation
  • β → Modulation der Bahnweite/-seite
  • d₀ → nahezu konstant → Kraftbetrag fast konstant

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  1. GESAMTBILD
    ───────────────────────────────────────────────────────────────

A verfolgt B mit fast konstantem Abstand.
B steht leicht schief und rollt auf seiner unteren Kante.
α steuert die Rotationsrichtung.
β steuert die Bahnseite und Bahnweite.
B rollt A dauerhaft davon, solange der Drehteller läuft.

Hier die Formeln ohne Text:

A‑B‑Formeln (kompakt, ohne Text)

sA(t)=sB(t)Δs

d(t)=d0+δd(t)

FAB(t)kAmAmBd03d(t)

τAB(t)=r(t)×FAB(t)

IBdωB(t)dt=(r(t)×FAB(t))e^tan(t)

IBdωB(t)dt=Meff(β)sin(α)

sgn(ωB)=sgn(α)

ΔrB(t)=g(β)

Oder so:

A‑B‑Masterformel (einziger Block)

IBdωB(t)dt=[(r(t)×kAmAmBd(t)3d(t))e^tan(t)] \[6pt]=Meff(β)sin(α) \[6pt]sgn(ωB(t))=sgn(α) \[6pt]d(t)=d0+δd(t),δd(t)d0 \[6pt]sA(t)=sB(t)Δs,Δs>0 \[6pt]ΔrB(t)=g(β)

oder

1. Noch kompakter

  • alle Formeln in einer einzigen Zeile,
  • keine Nebenbedingungen,
  • keine Vektorpfeile,
  • nur die essenzielle Funktionsbeziehung.

Beispiel:

IBω˙B=Meff(β)sin(α)

Das ist die minimalistische Kurzform.

2. In rein skalaren Größen

Das bedeutet:

  • keine Vektoren,
  • keine Kreuzprodukte,
  • alles in Beträgen und Skalaren geschrieben.

Beispiel:

IBω˙B=rFABsin(φ)sin(α)

Das ist nützlich, wenn du die Formel ohne Vektorrechnung darstellen willst.

3. Als Vektorblock ohne Nebenbedingungen

Das bedeutet:

  • nur die Hauptgleichung,
  • in voller Vektorform,
  • ohne Abstandsgleichungen, ohne s_A(t), ohne Δr_B(t).

Beispiel:

IBω˙B=[(r×kAmAmBd3d)e^tan]

Das ist die reine, vollständige Vektorform.