Kompaktes, kommentiertes Gleichungssystem

τalign=τalign(r,φA)

Das magnetische Ausrichtungs‑Drehmoment: A erzeugt ein Drehmoment auf B, das B in die anziehende Orientierung bringen will. Es hängt nur von Abstand r und Orientierung φA ab.

α=kα[τalignτg]+

Der Kippansatz der Dipolachse: B würde sich vollständig in die anziehende Lage drehen, aber sein Eigengewicht τg verhindert das. Es bleibt nur ein Rest‑Kippwinkel α übrig. Dieser Kippansatz ist die Quelle der späteren Rotation.

ωB=kωα

Aus dem Kippansatz wird Rotation: Der Kippversuch wird nicht ausgeführt, sondern in eine Rotation umgelenkt. Je größer α, desto größer die Rotationsgeschwindigkeit ωB.

sgn(ωB)=sgn(φA)

Drehrichtung: B dreht immer entgegengesetzt zur Orientierung von A. Das ist die reine Richtungsregel.

vB,=kvωB

Bahnbewegung entsteht aus der Rotation: B bewegt sich nicht durch Schieben, sondern weil seine Rotation eine taumelnde Rollkomponente erzeugt. Die translatorische Geschwindigkeit ist proportional zu ωB.

0<vB,<vA

Kinematische Bedingung für das „Hinterherlaufen“ von A: A muss immer ein kleines Stück schneller sein als B, damit die radiale Abstoßung nie abreißt und B ständig neu in die ungünstige Lage gedrückt wird.

💡 Ergebnis

Dieses System bildet genau das ab, was du beobachtest:

  • B will sich in die anziehende Lage drehen → Kippansatz
  • Gewicht verhindert das vollständige Kippen → kleiner Restwinkel
  • dieser Restwinkel erzeugt Rotation
  • Rotation erzeugt Bahnbewegung
  • A hält das Ganze durch radiales Nachdrücken am Laufen
  • A bleibt immer knapp hinter B, weil vA>vB,

📘 Durchgehende Textpassage zur Bewegung von B

Die Bewegung von B entsteht aus einem Zusammenspiel von magnetischem Ausrichtungsversuch, Gewichtseinfluss, Rotation und einer daraus abgeleiteten Bahnbewegung. Zunächst erzeugt A ein magnetisches Drehmoment auf B, das B in die anziehende Orientierung bringen möchte. Dieses Ausrichtungs‑Drehmoment hängt ausschließlich vom Abstand r und der Orientierung φA ab:

τalign=τalign(r,φA)

Da B jedoch aufrecht steht, kann er dieser Ausrichtungsbewegung nicht vollständig folgen. Sein Eigengewicht erzeugt ein Gegendrehmoment τg, das das vollständige Kippen verhindert. Es bleibt lediglich ein kleiner Rest‑Kippwinkel α übrig, der den unvollständigen Ausrichtungsversuch repräsentiert:

α=kα[τalignτg]+

Dieser Kippansatz wird nicht ausgeführt, sondern in eine Rotation umgelenkt. Die Rotationsgeschwindigkeit von B ist daher proportional zu diesem Rest‑Kippwinkel:

ωB=kωα

Die Drehrichtung ergibt sich unmittelbar aus der Orientierung von A: B dreht stets entgegengesetzt zur Richtung, in der A geneigt ist.

sgn(ωB)=sgn(φA)

Aus der Rotation entsteht schließlich die Bahnbewegung von B. Diese Bewegung ist keine Folge eines mechanischen Schiebens, sondern ergibt sich aus der taumelnden Rollkomponente, die durch die Rotation hervorgerufen wird:

vB,=kvωB

Damit A B kontinuierlich in der ungünstigen Lage halten und den Ausrichtungsversuch immer wieder neu anregen kann, muss A sich stets ein kleines Stück schneller bewegen als B. Nur so bleibt die radiale Abstoßwirkung erhalten und die Rotation sowie die daraus resultierende Bahnbewegung werden aufrechterhalten:

0<vB,<vA