Grafikdokumentation – Reihenfolge der Konstruktion

(entspricht den eingekreisten Zahlen der Grafik)

① Ausgangsfigur: Der Inkreis

Die Konstruktion beginnt mit einem frei gezeichneten Inkreis. Er liefert:

  • den Mittelpunkt M,
  • den Radius r,
  • die Ausgangsfläche, zu der später ein flächengleiches Quadrat konstruiert wird.

Der Inkreis ist die Grundfigur, aus der die gesamte Quadratur entwickelt wird.

② Quadrat₁ – achsparalleles Quadrat um den Inkreis

Um den Inkreis wird ein achsparalleles Quadrat konstruiert. Es definiert:

  • die Seitenlänge a₁,
  • die horizontale und vertikale Orientierung der Konstruktion,
  • den Eckpunkt D, der später Ausgangspunkt der roten Linie wird.

Quadrat₁ bildet die lineare Basisstruktur der Quadratur.

③ Quadrat₂ – gedrehtes Quadrat (45°)

Ein zweites, kongruentes Quadrat wird um 45° gedreht über Quadrat₁ gelegt. Es liefert:

  • die Diagonale e,
  • die charakteristische Schräge der Konstruktion,
  • die Schnittpunkte mit Quadrat₁,
  • die Grundlage für die spätere Differenzbildung.

Quadrat₂ erzeugt die metrische Abweichung, die für die Quadratur entscheidend ist.

④ Die dia‑cut‑line – horizontale Schnittlinie der Diagonale

Die Diagonale des gedrehten Quadrats schneidet das achsparallele Quadrat. Dabei entsteht die dia‑cut‑line, die:

  • die Differenz zwischen a und e trägt,
  • die Grundlage für die Halbierung durch die S‑Linie bildet,
  • die vertikale Komponente der späteren Richtungsstruktur vorbereitet.

Sie ist die erste Schnittstruktur der Konstruktion.

⑤ Die S‑Linie – symmetrierende Senkrechte

Die S‑Linie wird konstruiert als:

  • Senkrechte durch den Punkt S,
  • Schnitt mit Quadrat₂ in S,
  • Halbierung der dia‑cut‑line.

Sie erzeugt den vertikalen Versatz:

h=e2a12.

Die S‑Linie stabilisiert die Quadratdifferenz und bildet die symmetrische Achse der Konstruktion.

⑥ Punkt N – durch die gedrehte Struktur bestimmt

Der Punkt N entsteht durch die Kombination aus:

  • der S‑Linie,
  • der dia‑cut‑line,
  • der gedrehten Quadratstruktur.

Er besitzt die Koordinaten:

N=(xN,h),xN=2a1e2.

N ist der Endpunkt der roten Konstruktionslinie.

⑦ Die rote Konstruktionslinie D–N – Richtungsstruktur

Die Strecke D–N wird gezeichnet. Sie ist die erste maßstabsinvariante Struktur der Quadratur.

Ihre Komponenten:

  • horizontale Komponente:

xN=2a1e2

  • vertikale Komponente:

h=e2a12

Die Steigung lautet:

m=hxN.

Diese Linie überführt die Quadratdifferenz in eine gerichtete geometrische Struktur.

⑧ Der Hilfskreis um N – Radialisierung der Strecke D–N

Um die schräg verlaufende Strecke D–N in eine horizontal nutzbare Länge zu überführen, wird der Zirkel:

  • an N angesetzt,
  • auf die Länge der Strecke D–N geöffnet,
  • und schlägt einen Kreis um N.

Damit wird die Strecke D–N:

  • zu einem Radius,
  • aus der Schräge herausgelöst,
  • metrisch eindeutig nutzbar.

Der Hilfskreis bildet die Brücke zwischen Linie und Kreis.

⑨ Horizontalisierung des Radius – Überführung in eine nutzbare Länge

Die Kreisweite (D–N) wird nun horizontal abgegriffen. Damit entsteht die metrisch nutzbare Länge, die später die Quadratseite bildet.

Dieser Schritt verbindet:

  • die Differenz der Quadrate,
  • die S‑Linie,
  • die Richtungsstruktur D–N,
  • die Radiusbildung durch den Hilfskreis.

Er ist der Übergang von der Quadratwelt in die Kreiswelt.

⑩ Quadrat₄ – das kreisflächengleiche Quadrat

Die horizontal abgegriffene Radiuslänge wird als Seitenlänge eines Quadrats verwendet. Dieses Quadrat besitzt die Seite:

a4=r1π.

Quadrat₄ ist flächengleich zum Inkreis und bildet den Abschluss der Quadratur.

Abschließende Zusammenfassung der grafischen Reihenfolge

  1. Inkreis
  2. Quadrat₁
  3. Quadrat₂
  4. dia‑cut‑line
  5. S‑Linie
  6. Punkt N
  7. Rote Linie D–N
  8. Hilfskreis um N
  9. Horizontalisierung des Radius
  10. Kreisflächengleiches Quadrat