Rotation von B durch die Neigung von A
Die Rotation von B entsteht durch den tangential wirksamen Feldgradienten des Magnetkörpers A. Die feldbasierte Masterformel lautet:
A besitzt zwei unabhängige Neigungswinkel:
- = seitliche Neigung (links/rechts)
- = Vor‑/Zurück‑Neigung (Bahnseite/Bahnweite)
Das Magnetfeld von A hängt von beiden Winkeln ab:
Mechanismus: Polsprung‑Ansatz, Schieflage und Rollen
Wenn A sich B von hinten nähert, steigt der magnetische Feldgradient. B versucht daraufhin, seine Dipolachse an das Feld von A anzupassen („Polsprung“). Da der Polsprung jedoch nicht vollständig gelingt, entsteht nur ein Ansatz der Drehung, der B in eine leichte Schieflage bringt.
Durch diese Schieflage verlagert sich der Auflagepunkt von B auf eine untere Kante, sodass ein Rollpunkt entsteht. B rollt dadurch entlang der Bahn, anstatt geschoben zu werden.
Die Rotation bleibt stabil, solange die durch den unvollständigen Polsprung erzeugte Schieflage von B erhalten bleibt und A hinter B hergeführt wird, ohne stehen zu bleiben. (A muss sich also weiterbewegen; die Geschwindigkeit darf dabei beliebig klein sein. Der Abstand ergibt sich automatisch aus der magnetischen Wechselwirkung.)
Effektive Drehmomentform
Da der Abstand zwischen A und B nahezu konstant bleibt , lässt sich das Drehmoment kompakt schreiben:
- bestimmt Vorzeichen und Stärke der Rotation
- bestimmt Bahnseite und Bahnweite, aber nicht die Drehrichtung
Rotationsrichtung von B
Die Drehrichtung hängt ausschließlich vom Vorzeichen der seitlichen Neigung ab:
- → Rotation in Richtung 1
- → Rotation in Richtung 2
- ändert daran nichts
Geometrische Bedingungen des A‑B‑Systems
A folgt B mit nahezu konstantem Abstand:
Der laterale Abstand bleibt stabil:
Die magnetische Kraft ist nahezu konstant:
Das Drehmoment auf B lautet:
Die für die Rotation relevante Komponente:
Gesamtverhalten des A‑B‑Systems
- A verfolgt B auf gleicher Ebene mit fast konstantem Abstand.
- B versucht beim Annähern von A einen Polsprung, schafft aber nur den Ansatz.
- Dadurch kippt B leicht, steht auf einer unteren Kante und rollt stabil entlang der Bahn.
- steuert die Rotationsrichtung.
- steuert Bahnseite und Bahnweite.
- A schiebt B nicht; die Rotation entsteht durch die Schieflage und den tangentialen Feldgradienten.
- A darf nicht stehen bleiben — aber seine Geschwindigkeit muss nicht konstant sein.
- B rollt A dauerhaft davon, solange der Drehteller läuft.