A‑B‑SYSTEM — FORMELBOX

Rotation von B durch die Neigung von A

Die Rotation von B entsteht durch den tangential wirksamen Feldgradienten des Magnetkörpers A. Die feldbasierte Masterformel lautet:

IBdωB(t)dt=i=1N[(m^B)BA,i(r,θ,t;α,β)]geom. erlaubte^tan(t)

A besitzt zwei unabhängige Neigungswinkel:

  • α = seitliche Neigung (links/rechts)
  • β = Vor‑/Zurück‑Neigung (Bahnseite/Bahnweite)

Das Magnetfeld von A hängt von beiden Winkeln ab:

BA=BA(r,t;α,β)

Mechanismus: Polsprung‑Ansatz, Schieflage und Rollen

Wenn A sich B von hinten nähert, steigt der magnetische Feldgradient. B versucht daraufhin, seine Dipolachse an das Feld von A anzupassen („Polsprung“). Da der Polsprung jedoch nicht vollständig gelingt, entsteht nur ein Ansatz der Drehung, der B in eine leichte Schieflage bringt.

Durch diese Schieflage verlagert sich der Auflagepunkt von B auf eine untere Kante, sodass ein Rollpunkt entsteht. B rollt dadurch entlang der Bahn, anstatt geschoben zu werden.

Die Rotation bleibt stabil, solange die durch den unvollständigen Polsprung erzeugte Schieflage von B erhalten bleibt und A hinter B hergeführt wird, ohne stehen zu bleiben. (A muss sich also weiterbewegen; die Geschwindigkeit darf dabei beliebig klein sein. Der Abstand ergibt sich automatisch aus der magnetischen Wechselwirkung.)

Effektive Drehmomentform

Da der Abstand zwischen A und B nahezu konstant bleibt (d(t)d0), lässt sich das Drehmoment kompakt schreiben:

IBdωB(t)dt=Meff(β)sin(α)

  • sin(α) bestimmt Vorzeichen und Stärke der Rotation
  • Meff(β) bestimmt Bahnseite und Bahnweite, aber nicht die Drehrichtung

Rotationsrichtung von B

Die Drehrichtung hängt ausschließlich vom Vorzeichen der seitlichen Neigung ab:

sgn(ωB)=sgn(α)

  • α>0 → Rotation in Richtung 1
  • α<0 → Rotation in Richtung 2
  • β ändert daran nichts

Geometrische Bedingungen des A‑B‑Systems

A folgt B mit nahezu konstantem Abstand:

sA(t)=sB(t)Δs,Δs>0,  Δs1

Der laterale Abstand bleibt stabil:

d(t)=d0+δd(t),δd(t)d0

Die magnetische Kraft ist nahezu konstant:

FAB(t)kAmAmBd03d(t)

Das Drehmoment auf B lautet:

τAB(t)=r(t)×FAB(t)

Die für die Rotation relevante Komponente:

IBdωB(t)dt=(r(t)×FAB(t))e^tan(t)

Gesamtverhalten des A‑B‑Systems

  • A verfolgt B auf gleicher Ebene mit fast konstantem Abstand.
  • B versucht beim Annähern von A einen Polsprung, schafft aber nur den Ansatz.
  • Dadurch kippt B leicht, steht auf einer unteren Kante und rollt stabil entlang der Bahn.
  • α steuert die Rotationsrichtung.
  • β steuert Bahnseite und Bahnweite.
  • A schiebt B nicht; die Rotation entsteht durch die Schieflage und den tangentialen Feldgradienten.
  • A darf nicht stehen bleiben — aber seine Geschwindigkeit muss nicht konstant sein.
  • B rollt A dauerhaft davon, solange der Drehteller läuft.